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Grunderwerbsteuer nach § 1 Abs. 2a GrEStG ist eine abziehbare Betriebsausgabe

06.11.2013 | Marcus von Goldacker, Claudia Filler
Grunderwerbsteuer nach § 1 Abs. 2a GrEStG ist eine abziehbare Betriebsausgabe

Nach einer Entscheidung des FG Münster vom 14.2.2013 (2 K 2838/10 G, F) istGrunderwerbsteuer, die im Zusammenhang mit dem Erwerb einer Kommanditbeteiligung nach § 1 Abs. 2a GrEStG entsteht, als Betriebsausgabe sofort abzugsfähigund nicht als Anschaffungsnebenkosten zu aktivieren (in Anlehnung an die Rechtsprechung des BFH, Urteil vom 20.4.2011 [I R 2/10]; gegen die Auffassung der Finanzverwaltung, siehe OFD Rheinland, Verfügung vom 23.1.2012, S 2174 –St 141). Nach der Ansicht des FG Münster handelt es sich auch im Falle des § 1Abs. 2a GrEStG lediglich um einen fiktiven Grundbesitzerwerb. Eine Übertragung des handelsbilanziellen und zivilrechtlichen Eigentums am inländischen Grundbesitz ist nicht gegeben. Damit liegt kein Erwerb des Grundstücks vor, der Voraussetzung der Klassifizierung der Aufwendungen als Anschaffungs(neben)kosten nach § 255 Abs. 1 S. 1 HGB ist. Da gegen das Urteil des FG Münster derzeit die Revision beim BFH anhängig und die Entscheidung somit noch nicht rechtskräftig ist, bleibt abzuwarten, wie die höchstrichterliche Entscheidung hierzu ausfallen wird. Wir werden zu gegebener Zeit über die Entscheidung des BFH berichten.

 

Dies ist ein Beitrag aus unserem Steuer-Newsletter 4/2013. Die gesamte Ausgabe können Sie im Anhang herunterladen. Sie können diesen Newsletter auch abonnieren und erhalten die aktuelle Ausgabe direkt zum Erscheinungstermin.